Wie wird die Diagnose Osteoporose gestellt ?
Zur Diagnose einer Osteoporose muss eine ausführliche Anamnese
durchgeführt werden unter Berücksichtigung der Risikofaktoren
wie eine familiäre Belastung, vorzeitigem Östrogenmangel,
Fehlernährung und so weiter (siehe auch Risikofaktoren).
Die Patienten müssen bezüglich des Knochensystems untersucht
werden, also Messungen der Spannweiten, der Unterlängen und der
aktuellen Körpergröße.
Das nächste ist ein Röntgenbild in zwei Ebenen, Bestimmung
der Knochenmasse und Bestimmung der Laborparameter sowohl im Serum,
im Spontanurin und im 24-Stunden-Urin.
Durch dieses Vorgehen kann die Situation eines Patienten ausreichend
charakterisiert und eine individuelle Therapie durchgeführt werden.
Die Knochendichtemessung
Die Knochendichtemessung nimmt einen besonderen Stellenwert bei der
Osteoporose ein. Die Knochendichtebestimmung ist unverzichtbar in der
Osteoporosediagnose und Überwachung der Therapie. Es gibt derzeit
keine andere Methode, den Erfolg einer Therapie mit demjenigen einer
anderen zu vergleichen.
Der Dachverband für Osteologie (DVO) empfiehlt bei der Knochendichtemessung
(Osteodensitometrie) insbesondere die DEXA-Methoden, des weiteren das
quantitative CT und das periphere QCT.
Weiterhin gibt es sonographische (Ultraschall) Methoden, die hauptsächlich
im Bereich des Fersenbeins und des Fingers angewandt werden. Die entsprechenden
Geräte sind vom Dachverband für Osteologie für die Diagnosestellung
bisher nicht empfohlen worden, werden aber in der Praxis häufig
eingesetzt. Die sonographischen Methoden messen im Grunde nicht die
Knochendichte oder -masse, sondern die Steifigkeit.
Derzeit wird die Knochendichtemessung von den Krankenkassen nur erstattet,
wenn bereits ein Knochenbruch vorliegt.
Liegt kein Knochenbruch vor, muss der Patient selbst einen Unkostenbeitrag
von ca. EUR 30,-- leisten.