Knochenschule
des BfO

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Daten und Fakten

 

Der Europa-Report

Um sich ein aktuelles Bild über das Ausmaß der Krankheit zu verschaffen, hat das Europäische Parlament für alle Mitgliedsstaaten einen Osteoporose-Report in Auftrag gegeben - übrigens das erste Mal, dass dies überhaupt für eine Erkrankung durchgeführt wurde. Ziel sollte es sein, geeignete Maßnahmen zur Prävention einzuleiten.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:
Bis zum Jahr 2050 werden doppelt so viele Menschen wie bisher an Osteoporose erkranken. Jeder achte Bürger der EU über 50 wird als Folge des Verlustes an Knochenmasse einen Wirbelkörperbruch erleiden.

Alle 30 Sekunden erleidet in der EU jemand eine osteoporosebedingte Fraktur.

Jedes Jahr behandeln Ärzte in der EU mehr als eine Million Patienten mit osteoporosebedingten Frakturen, einschließlich 400.000 Schenkelhals- und 400.000 Handgelenksfrakturen.

Nur die Hälfte der osteoporosebedingten Wirbelkörperfrakturen wird korrekt diagnostiziert.

Das Risiko, an den Komplikationen einer Schenkelfraktur zu sterben, ist bei Frauen genauso hoch wie das, an Brustkrebs zu sterben.

Die Verfasser des EU-Reports empfehlen deshalb:

Gesundheitskampagnen, die den Bürgern in Europa zeigen, was sie eigenverantwortlich in jedem Alter für die Stabilität ihrer Knochen tun können.

Leitlinien für Ärzte, damit sie Risikopatienten ausführlich beraten, rechtzeitig diagnostizieren und die richtige Therapie einleiten sowie die Patienten auch in der Nachsorge kompetent unterstützen.

Erstattung der Kosten für Diagnostik und Therapie bei Patienten mit gesichertem Osteoporose-Risiko.

Selbsthilfegruppen, die Betroffene bei der Bewältigung der Alltagsprobleme unterstützen und zum aktiven Umgang mit der Krankheit motivieren.

Aufruf: Aktiv gegen Osteoporose

Natürlich darf es nicht nur bei einem Statusbericht, dem EU-Report bleiben. Es gilt aktiv eine Entwicklung zur Prävention der Osteoporose einzuleiten. Konkret wurden 8 Empfehlungen von der Kommission erarbeitet. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des EU-Reports wurde Anfang 2002 dokumentiert, ob eine Entwicklung hinsichtlich der Empfehlungen innerhalb der beteiligten Länder eingetreten ist. Manches hat sich positiv verändert, viel bleibt jedoch noch zu tun.
Daher sind alle Beteiligten aufgefordert, weiter aktiv im Kampf gegen die Osteoporose zu agieren.